Bestehende Kooperationen

Projekte von altbewährt bis innovativ

Für das Unternehmen Scherdel wurden Bauteilsteifigkeiten und das Setzverhalten von verschiedenen Maschinenelementen aufgenommen. Diese Elemente finden Anwendung als Ausgleichselemente und haben daher besondere Anforderungen bezüglich Kraftverlauf und -stabilität. Zur Charakterisierung wurden Druckversuche durchgeführt, bei denen die auftretenden Kräfte bei Be- und Entlastung aufgezeichnet wurden. Die gewonnenen Daten werden im Anschluss mit Simulationen abgeglichen.

Aufgrund der ehrgeizigen politischen Zielsetzungen und aktuellen gesetzlichen Rahmenbedingungen für Wärmebedarf und Wärmeversorgung von Gebäuden kommt es zu einem gesteigerten Ausbau von erneuerbaren Energien und innovativen Dämm-  und Speichermaterialien. Allerdings mangelt es derzeit am Grundverständnis des Zusammenspiels und der gegenseitigen Beeinflussung der verschiedenen Untereinheiten, sei es in Bezug auf Neu- oder Altbauten. Insbesondere bei Altbauten mit stark unterschiedlichen Baumaterialien und variantenreichen Bausubstanzen existiert Unwissenheit hinsichtlich der vorliegenden Wechselwirkungen.  Daher entstand  im letzten Jahr ein konkreter Ansatz, der die Forschungsaktivitäten des Zentrums für Energietechnik der Universität Bayreuth und die Kompetenzen der oberfränkischen Industrie im Bereich der Energie- und Gebäudetechnik zusammenführen  soll. Zwischen den führenden Unternehmen dieses Wirtschaftszweigs in der Region existiert bereits der Förderverein der Technischen Akademie für Klimaschutz und Energieeffizienz e. V. (TAKE).  Zukünftig soll eine vertiefte Zusammenarbeit in Forschung und Entwicklung aufgebaut werden.

Verantwortliche

Prof. Dr.-Ing. Thomas Schlosser, Hochschule Hof

Prof. Dr.-Ing. Manfred Casties, Hochschule Coburg

Andreas Kätzel, Hochschule Hof

Dr.-Ing. Andreas Obermeier, Universität Bayreuth

Dipl.-Ing. Andreas König-Haagen, Universität Bayreuth

 

Der Ersatzneubau des Helmut-G.-Walter-Klinikums in Lichtenfels soll als Vorzeigeobjekt hinsichtlich ökonomischer und ökologischer Nachhaltigkeit dienen. Das Gebäude wird nach den Richtlinien des DGNB zertifiziert und soll als sogenanntes „Grünes Krankenhaus“ die hohen Anforderungen des DGNB erfüllen. Bestandteil der Zertifizierung ist ein Energiemonitoring zur Identifizierung von unnötig hohen Energieverbräuchen sowie von fehlerhaften Regeleinstellungen nach Inbetriebnahme des Gebäudes.

Die wissenschaftliche Begleitung zum Aufbau eines Energie- und Anlagenmonitorings wird von den Hochschulen Hof und Coburg, sowie der Universität Bayreuth im Rahmen eines Forschungsverbundes durchgeführt.

Das Monitoring inklusive Aufbau des Monitoring Systems und Auswertung der Daten durch Bildung von Energie-Kennwerten übernehmen die Hochschulen Hof und Coburg.

An der Universität Bayreuth werden die Energieversorgungsanlagen des Klinikums in Simulationsmodellen nachgebildet. Durch Vergleich von Simulationsergebnissen mit aus dem Monitoring gewonnenen Messwerten sollen die Versorgungsanlagen energetisch überprüft und ggf. hinsichtlich ihres Energieverbrauchs optimiert werden. Dazu können am Simulationsmodell verschiedene Regelstrategien überprüft und später an den Anlagen umgesetzt werden. Durch das Monitoring erfolgt eine Kontrolle des Erfolges dieser Maßnahmen.

Das vom Landkreis Lichtenfels beauftragte Projekt mit einer Laufzeit von 2015 bis 2020 soll dazu dienen, neue Erkenntnisse für den Bau bzw. die Sanierung weiterer Kliniken zu gewinnen, sowie Richtlinien zum Aufbau und der Durchführung eines Energiemonitorings in Krankenhäusern zu entwickeln.

Verantwortliche

Prof. Dr. Maria Kufner

Prof. Dr. Klaus Stefan Drese

 

Sensoren und Aktoren verbinden die analoge mit der digitalen Welt; mit der zunehmenden Digitalisierung wachsen die Bedeutung und der Bedarf an derartigen Schnittstellen-Komponenten sowohl in quantitativer als auch in qualitativer Hinsicht.

Um vor allem kleinen und mittleren Unternehmen in strukturschwachen Regionen Zugang zu technologischen Neuerungen zu ermöglichen, erhält das ISAT von 2016-2020 eine Förderung der Europäischen Union im Rahmen des EFRE-Programmes. Ziel des EFRE-Projektes mit der Bezeichnung „InnoTerm“ - ist die Etablierung neuer oder die Vertiefung bestehender Forschungs- und Entwicklungspartnerschaften mit kleinen und mittleren Unternehmen in der ehemaligen nordbayerischen Grenzregion (Oberfranken und nördliches Unterfranken). Im ISAT erforschte bzw. zu erforschende neuartige Verfahren der Sensor- und Aktortechnik sollen in den Unternehmen in vermarktungsfähige Anwendungen überführt werden. Mit diesem Technologietransfer soll Wachstum und Beschäftigung in der Zielregion gefördert werden. Die stetig zunehmende Zahl an Partnerunternehmen zeigt, dass der Funke übergesprungen ist und bei den Firmen eine Innovationsdynamik ausgelöst hat, die die wirtschaftliche Entwicklung der Region nachhaltig stärkt. EFRE-Partner kann jedes KMU in der Förderregion werden, an dem Programm interessierte Firmen sind gerne aufgerufen, mit dem ISAT in Kontakt zu treten.

Verantwortlicher

Prof. Dr.-Ing. Uwe Glatzel

Universität Bayreuth

 

Ein Diplomand des Automobilzulieferers Brose prüfte Schweißverbindungen von im Automobilbau eingesetzten Mehrphasenstählen. Die hierzu genutzten Verfahren waren unter anderem der Zugversuch und die Härtemessung von Querschliffen der Schweißnähte. Die untersuchten Materialien sollen zukünftig in Brose-Produkten eingesetzt werden.

Bereits seit mehreren Jahren sind die Stadtwerke Wunsiedel Vorreiter für die Energiewende. Nun wurde erstmalig eine konkrete und langfristige Zusammenarbeit zwischen dem Zentrum für Energietechnik der Universität Bayreuth, dem Institut für Informationssysteme der Hochschule Hof und den Stadtwerken Bayreuth vereinbart.

In Fortsetzung der Kooperation zwischen dem Lehrstuhl für Mobile Systeme/Mobilität in Bamberg und dem Fraunhofer-Anwendungszentrum Drahtlose Sensorik Coburg wurde gemeinsam mit den Stadtwerken Bamberg, zwei KMU und einem Bürgerverein eine Projektskizze zum Thema „Echt.Jetzt: Sensordaten für urbane Dienstleistungen“ im Rahmen der BMBF-Ausschreibung „Smart Service Stadt“ eingereicht. Im Projekt wird die Erfassung und Verarbeitung von Echtzeitdaten als Grundlage für die Weiterentwicklung urbaner Dienstleistungen untersucht. Damit verbunden sind nicht nur die Bereiche Technik und Informatik, sondern auch Fragen der Bevölkerungsgeographie, der Privatsphäre sowie der Akzeptanz und der Beteiligung von Bürgern an einem solchen Vorhaben.

Das von der Bayerischen Forschungsstiftung finanzierte Projekt schafft die technische Grundlage für die wirtschaftliche Nutzung erneuerbarer Energien aus organischen Abfällen im kommunalen Maßstab. Etablierte technische Lösungen greifen erst bei deutlich größeren Mengen, weshalb die Entwicklung geeigneter Module für den gewünschten Maßstab eine erhebliche verfahrenstechnische Herausforderung darstellt.

In Stadt und Landkreis Bayreuth fallen jährlich etwa 10.000 Tonnen Biomüll an. Diese sollen für die Eigenversorgung  kleinerer Betriebe oder Privathaushalte mit Energie nutzbar gemacht werden. Dazu soll ein realistisches, langfristig angelegtes Konzept für die Energiegewinnung und -nutzung aus den Abfällen erarbeitet werden. Seitens der Universität Bayreuth bringen zahlreiche Lehrstühle der Fakultät für Ingenieurwissenschaften ihre speziellen Kompetenzen in der Energieforschung und Energietechnik in das Projekt mit ein. Weitere Partner sind die Ostbayerische Technische Hochschule Amberg-Weiden sowie die Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in Coburg und Hof. Für die konkrete technische Umsetzung sorgen kleine und mittlere Unternehmen der Bereiche Anlagenbau sowie Energie-, Gas- und Materialtechnik aus dem nordbayerischen Raum. Auch einige Betreiber von Biogas-, Klär- und Kompostieranlagen in Oberfranken sind an dem Projekt beteiligt. Schwerpunkte des Projekts sind die Gewinnung von Biogas aus Abfällen, die Veredelung von Biogas zu Methan und regenerative Stromerzeugung sowie die Rückgewinnung von Rohstoffen.