Das TAO-Schülerforschungszentrum freut sich sehr über die Physik-Vizeweltmeisterschaft!

Wir sind stolz auf unsere Mitglieder*innen!

Die Vizeweltmeister mit ihren Goldmedaillen (v.l.): Jonas Landgraf (Teamleiter), Frederik Gareis (17), Fabian Henn (17), Fabio Briem (17), Berin Becic (17), Saskia Drechsler (17), Michael Steck (Teamleiter), Florian Ostermeier (Leiter des nationalen Wettbewerbs GYPT). Foto: Timotheus Hell.

Universität Bayreuth, Pressemitteilung Nr. 089/2019 vom 12.07.2019

Vom Trainingslager auf dem Bayreuther Unicampus zur Physik-Weltmeisterschaft nach Warschau: Als Mitglieder des fünfköpfigen deutschen Nationalteams haben oberfränkische Schülerforscher beim International Young Physicists‘ Tournament (IYPT) die Vizeweltmeisterschaft geholt. Die Jung-Physiker wurden im TAO-Schülerforschungszentrum an der Universität Bayreuth vom Leiter des deutschen IYPT-Vorbereitungsteam, Florian Ostermeier, und dem Team um den Bayreuther Physikprofessor Walter Zimmermann auf die Physik-Weltmeisterschaft vom 8. bis 12. Juli in Warschau vorbereitet.

Heute – Freitag, 12. Juli 2019 – haben die deutschen Physikmeister Berin Becic (17, aus Kronach, Frankenwaldgymnasium), Saskia Drechsel (17, aus Dippoldiswalde) und Frederik Gareis (18, aus Kronach, Frankenwaldgymna­sium) vom Schülerforschungszentrum Bayreuth mit ihren Teamkollegen Fabio Briem und Fabian Henn (beide 17 aus Langenau, Baden Württemberg) den zweiten Platz bei der Physikweltmeisterschaft für Schüler in Warschau erreicht. In der heutigen Finalrunde konnten sie sich gegenüber den Teams aus China und der Schweiz durchsetzen und waren nur dem Weltmeister Singapur knapp unterlegen. Noch nie war der Abstand des deutschen Teams zum Team aus Singapur so knapp wie in diesem Jahr. Bei der Siegerehrung erhielten die Teams aller vier Länder Goldmedaillen.

Vor ihrer Abfahrt nach Warschau berei­teten sich die fünf in einer Trainingswoche in­tensiv am Schülerforschungszentrum an der Universität Bayreuth vor. Gecoacht wurden sie vom Leiter des nationalen Wettbewerbs (GYPT), Florian Ostermeier aus Ulm, und vom Team um den Bayreuther Physikprofessor Walter Zimmermann.

„Es ist einfach großartig, dass unsere fünf jungen Leute wieder zu den Top-Mannschaften gehören“, sagt Florian Ostermaier, der das Team zusammen mit dem Bayreuther Masterstudenten und IYPT-Vizeweltmeister von 2016, Jonas Landgraf, nach Warschau begleitete. Nach der Vizeweltmeisterschaft des deutschen Teams 2016 in Jekaterinburg (Russland) und dem dritten Platz 2018 in Peking hat sich das deutsche Schülerteam neben Singapur inzwischen in der Weltspitze etabliert. Jedesmal waren Jung-Physiker vom Schülerforschungszentrum Bayreuth dabei.

Der deutsche Mannschaftsführer Frederik Gareis hat für seinen Vortrag beim heutigen Finale einen mit sogenannten Spitzenentladungen laufenden Motor gebaut. Den Motor hat er so clever optimiert, dass der mit 4.500 Umdrehungen pro Minute läuft. Mit seinen experimentellen Ergebnissen und seinem für einen Schüler außergewöhnlich tiefen Verständnis der theoretischen Grundlagen konnte er die Jury überzeugen.

„Was sich die jungen Leute in den letzten Monaten an Fachkenntnissen erarbeitet, mit welcher Begeisterung sie geforscht haben und was sie an Teamfähigkeit und Vortragsfertigkeiten hinzugewonnen haben, das ist höchst erstaunlich und erfreulich“, betont Professor Zimmermann. Im kommenden Wintersemester wird er die Vorlesung für Studienanfänger in Physik an der Universität Bayreuth halten. „Auch einige Mitglieder unseres Vizeweltmeister-Teams werden dann ihr Physikstudium in Bayreuth beginnen. Diese fähigen jungen Leute haben beim diesjährigen IYPT-Wettbewerb schon erlebt, wie wir in Bayreuth unsere Physik-Studierenden

Das International Young Physicists‘ Tournament (IYPT)
Der seit 1988 jährlich stattfindende International Young Physicists‘ Tournament (IYPT) ist die Weltmeisterschaft für besonders Physik-begeisterte Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe. In diesem Jahr findet der 32. Wettbewerb vom 6. bis 12. Juli 2019 in Warschau statt; 2018 waren Peking, davor Singapur Austragungsorte. Schülerteams aus 34 Nationen gingen in Warschau an den Start. Sie präsentierten ihre Lösungen zu 17 international ausgeschriebenen Problemen aus verschiedenen Bereichen der Physik. Zu den meisten dieser Probleme gibt es noch keine Lösungsvorschläge in der Fachliteratur. Ihre über mehrere Monate erarbeiteten Lösungen zu offenen Forschungsaufgaben diskutieren die Teilnehmer mit anderen Schülerteams. Dabei sind die Teilnehmer abwechselnd „Reporter“, die ihre Lösungen vorstellen, und „Opponenten“, die Lösungsvorschläge der anderen Teams sachlich kritisch hinterfragen. Dieser wissenschaftliche Disput wird stets von einer Jury aus internationalen Experten bewertet. Der gesamte Wettbewerb wird in englischer Sprache gehalten. Weitere Infos gibt es hier: www.iypt.org

Das TAO-Schülerforschungszentrum an der Universität Bayreuth
Das TAO-Schülerforschungszentrum ist der einzige Standort in Deutschland der seit 2014 und zum sechsten Mal in Folge eines, zwei oder sogar drei (2019) der fünf Mitglieder der Nationalmannschaft stellt, so Professor Zimmermann. Das Bayreuther Schülerforschungszentrum ist Teil der in der TechnologieAllianzOberfranken (TAO) zusammengeschlossenen vier oberfränkischen Hochschulen – die Universitäten Bamberg und Bayreuth sowie die Hochschulen für angewandte Wissenschaften Coburg und Hof. Es hat sich zur Aufgabe gestellt, Talente frühzeitig zu entdecken, für Wissenschaft zu begeistern und zu fördern. Weitere Infos gibt es hier:
www.tao-oberfranken.de/lehre-schuelerforschungszentrum/schuelerforschungszentrum

Prof. Dr. Walter Zimmermann
Inhaber des Lehrstuhls Theoretische Physik I
Physikalisches Institut
Fakultät für Mathematik, Physik und Informatik
Universität Bayreuth
Universitätsstraße 30 / NW II
95447 Bayreuth
Telefon: 0921 / 55-3181 oder -3315
E-Mail: walter.zimmermann@uni-bayreuth.de
www.tp1.physik.uni-bayreuth.de

Über die Universität Bayreuth
Die Universität Bayreuth existiert seit 1975 und ist eine der erfolgreichsten jungen Universitäten in Deutschland. Sie liegt im ‚Times Higher Education (THE) Young University Ranking‘ auf Platz 40 der 250 weltweit besten Univer-sitäten, die jünger als 50 Jahre sind. Interdisziplinäres Forschen und Lehren ist Hauptmerkmal der 154 Studien-gänge an sieben Fakultäten in den Natur- und Ingenieurwissenschaften, Rechts- und Wirtschaftswissenschaften sowie den Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaften. Die Universität Bayreuth hat rund 13.500 Studierende, ca. 1.250 wissenschaftliche Beschäftigte, 239 Professorinnen und Professoren sowie etwa 950 nichtwissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie ist der größte Arbeitgeber der Region. (Stand Juni 2019)


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