Archiv Veranstaltungen

Im Rahmen einer Reihe von internationalen IEEE Computer Society Symposien und Konferenzen, die in der Woche vor Ostern – organisiert von der AG Verteilte Systeme der Universität Bamberg – in Bamberg stattfanden, hatten insgesamt 16 Studierende (Doktoranden sowie Master- und fortgeschrittene Bachelor-Studierende) aus allen vier TAO-Hochschulen die Möglichkeit, erstmals an einem solch renommierten internationalen Forschungsaustausch teilzunehmen. Die Themen der drei Konferenzen und zwei Workshops mit insgesamt ca. 130 Teilnehmern aus mehr als 30 Ländern erstreckten sich von Fragen der Entwicklung komplexer Dienst-orientierter Softwaresysteme (http://sose-conference.net/) über die neuesten Entwicklungen zu (mobilen) Cloud-Anwendungen (http://www.mobile-cloud.net/) bis hin zu aktuellen Themen aus dem Bereich der auf ‚Big Data‘ Ansätzen basierenden Dienste (http://big-dataservice.net/); ergänzt wurde das Programm durch Workshops zu Cloud-Anwendungen. Die internationale IEEE Computer Society (Sitz in Washington, DC, und Kalifornien) als eine der größten Fachgesellschaften für Informatik war Mitveranstalter und Schirmherr der teilweise schon seit mehr als 10 Jahren stattfindenden Konferenzen. Nach regelmäßigen Tagungsorten im Silicon Valley, China und Oxford (UK) war es 2018 erstmals gelungen die Tagungen in Oberfranken stattfinden zu lassen.

Um diese Situation auch für TAO-Studierende im Bereich der forschungsorientierten Lehre gemeinsam zu nutzen, wurde es 16 Studierenden ermöglicht kostenfrei an den Tagungen teilzunehmen, eingeladene Vorträge ebenso mitzuerleben wie Vorträge zu aktuellen Forschungsprojekten aus den o.g. Themenbereichen in den verschiedenen Sessions zu hören und auch mit zu diskutieren. Auf besonderes Interesse stießen die ‚Keynotes‘ von Prof. Dr. Holger Giese (HPI, Potsdam) zum Thema ‚Software Evolution und Selbst?Adaptive Software‘, von Prof. Dr. Cristian Borcea (New Jersey Institute of Technology, USA) zu ‚Distributed Mobile Cloud Computing with Avatars‘ und der Vortrag von der Bamberger TAO-Professorin Dr. Daniela Nicklas zum Thema ‚Data Management Challenges for Future IoT Applications‘ in dem sie auch das vor kurzem genehmigte Großprojekt zum gleichen Thema einer internationalen Öffentlichkeit vorstellen konnte. Der Erfolg zeigte, dass diese u.a. in Kooperation mit der HaW Coburg durchgeführten Forschungsarbeiten auch vor einem internationalen Publikum problemlos bestehen können. Auch in dieser Hinsicht waren die Tagungen ein großer Erfolg für die TAO Hochschulen!

Neben den fachlichen Einblicken war für die Studierenden auch ein Einblick in die Arbeitsweise internationaler Forschung möglich, was hoffentlich auch Interesse an einer ähnlichen Karriereplanung bei den Master- und Bachelorstudenten geweckt hat. Zusätzlich lernten sich die TAO-Studenten der verschiedenen Hochschulen auch untereinander näher kennen – einige haben Interesse geäußert im Anschluss auch ein gemeinsames Seminar zu den Tagungsthemen mit zu gestalten. Die Rückmeldungen der Studenten waren durchweg positiv. Um nur ein Feedback zu zitieren:

Zu Beginn der Konferenz fiel es mir in den Workshops noch schwer, den Ausführungen der internationalen Teilnehmer zu folgen. Das war zu einem gewissen Teil auch den verschiedenen internationalen Dialekten der englischen Sprache geschuldet. Andere Themen waren wiederum so spezialisiert, dass man ohne vorherige Einarbeitung nur Teile nachvollziehen konnte. Aber auch hier habe ich die Erfahrung gemacht, dass sich das aufgrund einer gewissen Routine bereits am zweiten Tag des Kongresses deutlich gebessert hat. Ein persönliches Highlight war für mich die Keynote von Prof. Dr. Holger Giese. Er hat mit seiner Ausführung über Modelle und selbst anpassbarer Software ein Thema angesprochen, das mich auch persönlich sehr interessiert hat, weil ich ja bereits vor meinem Studium […] im IT-Bereich gearbeitet habe. So habe ich auch während der Konferenz die Möglichkeit genutzt, zwischen den verschiedenen Veranstaltungen zu wechseln, um mir einen besseren Gesamtüberblick zu verschaffen. Insgesamt kann ich sagen, dass mir dabei der SOSE-Teil am besten gefallen hat. Aber auch der Austausch mit anderen TAO-Studenten und die harmonische Gesamtatmosphäre haben dazu beigetragen, dass man sich auf dieser IEEE-Konferenz rundum wohl gefühlt hat. [Alexander G., HaW Coburg]

Es ist zu hoffen, dass solche Aktionen auch in Zukunft bei entsprechender Gelegenheit weitergeführt werden können.

Der TAO-Beauftragte der Universität Bamberg, Vizepräsident Prof. Dr. G. Wirtz, hat nach langjähriger Mitarbeit bei der Organisation die Tagungen in 2018 aus San Francisco ‚nach Bamberg geholt‘ und als lokaler ‚Chair‘ mit seiner ‚Distributed Systems Group‘ die komplette Organisation der Tagung durchgeführt.

Ehrung: Straße wird nach verstorbenem Universitätspräsident Prof. Dr. Rüdiger Bormann benannt

Ohne den verstorbenen Universitätspräsident Prof. Dr. Rüdiger Bormann gäbe es heute keine TechnologieAllianzOberfranken (TAO) – nun trägt eine Straße auf dem Uni-Südgelände seinen Namen. Universitätspräsident Prof. Dr. Stefan Leible würdigt seinen Vorgänger bei der Straßenbenennung als einen „engagierten Präsidenten, der sich um die Entwicklung und Profilierung der Universität Bayreuth sowie der gesamten Region verdient gemacht hat.“

Mit bewegten Worten würdigt Prof. Dr. Stefan Leible die Leistungen seines Vorgängers, „unseres hochgeschätzten, aber leider viel zu früh verstorbenen Universitätspräsidenten“. Sein Tod bedeute für die Universität Bayreuth bis heute einen schmerzlichen Verlust. „Professor Bormann war ein Macher“, so Leible. „Er hat sich nachdrücklich für strategische Allianzen eingesetzt und sich durch sein sachorientiertes und auf Transparenz bedachtes Management ausgezeichnet.“  Enthüllten gemeinsam die neue ‚Prof.-Rüdiger-Bormann-Straße‘: Bayreuths Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe und Universitätspräsident Prof. Dr. Stefan Leible. Die Straße erschließt das neu errichtete Gebäude der TechnologieAllianzOberfranken (TAO) im Sondergebiet für Forschung und Entwicklung.

Aufgrund seines persönlichen Engagements habe Professor Bormann den Hochschulstandort nachhaltig gestärkt und der Universität Bayreuth zu weiterer nationaler und internationaler Anerkennung verholfen – sei es durch die Stärkung exzellenter Schwerpunkte, die Etablierung neuer zukunftsweisender Gebiete, die Berufung hervorragender Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler oder eine weitsichtige Ausbauplanung.

 

Rüdiger Bormann ist die Gründung des Modellprojektes TechnologieAllianzOberfranken (TAO) zu verdanken. Die für damalige Verhältnisse völlig neuartige Zusammenarbeit von Hochschulen für angewandte Wissenschaften und Universitäten hat weit über Bayern hinaus Akzente gesetzt. Am 9. Juli 2015 wurde der Grundstein für das Gebäude der TAO an der Universität Bayreuth gelegt; die offizielle Eröffnung ist für dieses Jahr geplant. „Daher freue ich mich sehr, dass zur Würdigung der großen Leistungen von Professor Bormann die Erschließungsstraße auf dem Uni-Südgelände ab sofort nach ihm benannt ist“, erklärt Leible.

Bei der International Conference on Information Systems, die vom 10 bis 13 Dezember in Seoul (Südkorea) stattfand, haben wir den Beitrag „Designing Pervasive Information Systems: A Fashion Retail Case Study“ vorgestellt. Der Artikel entstand aus einer Zusammenarbeit mit Universität Würzburg; der Erstautor ist dort wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand am Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik und Systementwicklung (Prof. Dr. Thiesse). Im Folgenden findet eine Darlegung des Artikels statt.

 Zu Beginn des Konferenzbeitrags diskutierten wir zunächst die Gestaltung von Informationssystemen. Durch die zunehmende Durchdringung des Alltags mit Informationssystemen ergeben sich viele neue Potenziale (z. B. Automatisieren von Prozessen), allerdings gibt es im Rahmen einer steigenden Digitalisierung Hindernisse, die diese Entwicklung einschränken (z. B. soziale Widerstände bei der Gestaltung neuer Informationssysteme; Fehlmessungen der Sensoren/Infrastruktur).

In dem Artikel erweiterten wir zunächst eine kurze veröffentlichte Design-Theorie und stellen dazu anschließend ein sog. Automated Checkout System als Fallbeispiel vor. Als Automated Checkout System wird ein Informationssystem verstanden, das es erlaubt den Kassiervorgang vollständig zu automatisieren. Einzelhandelskunden können sozusagen mit ihren Produkten einfach den Laden verlassen und das System ist dabei gleichzeitig fähig 

-           zu erkennen, dass die Artikel den Laden verlassen,

-           die Artikel zuverlässig den Kunden zuzuordnen,

-           und anschließend den Zahlvorgang zu initiieren.

 

In dem Forschungsbeitrag stellten wir als Erste einen Ansatz vor, der die ersten beiden Punkte ermöglicht. Dabei besteht unser Prototyp aus RFID-Hardware und Softwarekomponenten, die low-level RFID-Daten weiterverarbeiten. Wegen des Anwendungsgebiets und der verwendeten Technologie sind die Herausforderungen des Systems technischer (z. B. Interferenzen der UHF RFID-Technologie) und menschlicher Art (z. B. unvorhergesehenes Kundenverhalten).

Das System wurde anhand umfassender Tests unter repräsentativen Laborbedingungen getestet und erkennt in Echtzeit, dass RFID-etikettierte Artikel den Laden verlassen und ordnet anschließend die Artikel zuverlässig den Kunden zu. Falsche Zuordnungen passieren lediglich in Fällen, bei denen Kunden einen sehr ähnlichen Laufweg haben (z. B. nebeneinander laufen) und gleichzeitig den Einkaufsladen verlassen.

Unser Forschungsbetrag war die erste Arbeit, die die Machbarkeit eines RFID-basierten Automated Checkout Systems untersucht und bestätigt. Das ist insofern sehr relevant, da die RFID-Technologie zunehmend im Modeeinzelhandel eingesetzt wird und die zusätzlichen Investitionskosten gering für den gebotenen Mehrwert sind.

Der Konferenzbetrag wurde auf der wichtigsten internationalen Konferenz der Wirtschaftsinformatik mit zwei Preisen geehrt. Zum einen wurde der Artikel als Zweitbester von 406 angenommenen Artikeln ausgezeichnet den Best Conference Track Paper Award (Track: HCI, Design Issues and Design Science Research).

 

 Best Paper Award Runner-Up (Second Place) & Best Track Paper: HCI, Design Issues and Design Science Research

Berin Becic und Frederik Gareis vom Frankenwald-Gymnasium in Kronach gewannen zusammen mit Sebastian Friedl vom Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium in Bayreuth in der Mannschaft vom TAO-Schülerforschungszentrum Oberfranken die Bronzemedaille bei der Deutschen Physikmeisterschaft für Jugendliche.

85 Jugendliche aus ganz Deutschland qualifizierten sich für die Endrunde des deutschen Physik-Wettbewerbs GYPT (German Young Physicists‘ Tournament) für Schülerinnen und Schüler, die vom 16.-18. Februar in Bad Honnef bei Bonn stattfand. Die Mannschaft vom TAO-Schülerforschungszentrum mit Berin Becic, Frederick Gareis und Sebastian Friedl gelangte über Regionalwettbewerbe in diese Endrunde. Sie errangen die Bronzemedaille am letzten Sonntag in Bad Honnef.

Berin stellte seine experimentellen Ergebnisse und anspruchsvollen Computersimulationen zu einem Pendel an einem Auslegearm vor, das einem Baukran gleicht. Frederik beschäftigte sich damit, wie man mit Schallwellen Teilchen in der Schwebe hält, einem aufstrebenden Anwendungsgebiet der Mikrophysik. Sebastian untersuchte das faszinierende Phänomen des Curie-Motors, man könnte auch sagen, ‚‚wie heizt man einem Magneten ein‘‘.

Frederik Gareis gelangte auch in die engere Vorauswahl für die fünfköpfige deutsche Nationalmannschaft, die Deutschland bei der Physik-Weltmeisterschaft IYPT (International Young Physicist’s Tournamnent) vom 19.-26. Juli 2018 in Peking vertritt.

Ihre Forschungsergebnisse präsentierten und diskutierten die Jugendlichen in englischer Sprache mit anderen Jugendmannschaften und mit der Fachjury im Konferenzzentrum der Deutschen Physikalischen Gesellschaft in Bad Honnef, wo sonst international hochkarätige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler tagen.

Überaus angetan über die hohe Teilnehmerzahl, den Eifer und die sehr fundierten Physikkenntnisse der Jugendlichen zeigten sich Florian Ostermeier (Leiter des GYPT-Wettbewerbs) und Physik-Professor Walter Zimmermann von der Universität Bayreuth (Mitglied der Fachjury). Beim GYPT können sich physikbegeisterte Schülerinnen und Schüler mit Gleichgesinnten in Physik messen“, sagte Ostermeier. „Und wie in jeder anderen Mannschaftssportart sind hier gleichermaßen Teamgeist, Können und Fairplay gefragt.“ Gleichzeitig lernen die Jugendlichen von- und miteinander und knüpfen oft Freundschaften fürs Leben.

Neben Teamgeist lernen die Jugendlichen mit ihren Projekten aus der modernen Physik noch viel mehr fürs Leben, so Professor Zimmermann. Wie geht man einem faszinierenden Naturphänomen mit einem experimentellen Projekt und einem Physikmodell auf den Grund? Was für ein Experiment wird dazu gebraucht und wie baut man es auf? Woher bekommt man die Ausrüstungsteile? Welche physikalische Theorie, die man mitsamt der notwendigen Mathematik erst einmal verstehen muss, zieht man zur Interpretation der Messergebnisse zu Rate? Wie so viele Dinge im Leben funktioniert dann nicht jedes Experiment gleich auf Anhieb und nicht jeder erste Erklärungsversuch eines Phänomens ist schon richtig. Wer ein derartiges Projekt mit seinen unvorhersehbaren Problemen mit Kreativität und Ausdauer meistert, wird später ein erfolgreicher und gefragter Forscher oder Problemlöser in den verschiedensten Berufen, so Zimmermann. 

Am Samstag, dem 13. Januar 2018, präsentierten begeisterte Schülerforscherinnen und -forscher beim Regionalwettbewerb des bundesweiten Physik-Turniers ‚GYPT‘ (German Young Physicists‘ Tournament) ihre Ergebnisse an der Universität Bayreuth.

Die Schülerinnen und Schüler aus Oberfranken und der Oberpfalz haben sich mit faszinierenden Physik-Rätseln beschäftigt. Dabei wurden sie am Standort Bayreuth vom TAO-Schülerforschungszentrum Oberfranken (TAO = TechnologieAllianzOberfranken) angeleitet. Themen waren bspw. im Lärm schwebende Teilchen‘ und ‚Rätsel in der Sanduhr‘. Die Schülerforscherinnen und -forscher, die diese Rätsel am besten erforscht haben und erklären konnten, qualifizierten sich beim Regionalwettbewerb für den deutschen ‚Physikpokal-Wettbewerb‘ GYPT für Schülerinnen und Schüler vom 16. bis 18. Februar 2018 im Physikzentrum der Deutschen Physikalischen Gesellschaft in Bad Honnef.

Die fünf besten beim nationalen Wettbewerb qualifizieren sich dann für die Nationalmannschaft, welche Deutschland beim ‚IYTP‘ (International Young Physicists‘ Tournament) im kommenden Sommer in Peking vertreten. Das Schülerforschungszentrum Bayreuth entsandte als einziges Schü-lerforschungszentrum Deutschlands in den letzten Jahren regelmäßig Schüler in die deutsche Nati-onalmannschaft zum IYPT, der Physikweltmeisterschaft für Schülerinnen und Schüler. Ein letztjähriges Nationalmannschaftmitglied aus Bayreuth geht erneut ins Rennen. „Wir freuen uns wieder auf die spannenden und begeisternden Vorträge der Jugendlichen am Samstag“, so die Betreuer am Schülerforschungszentrum Bayreuth, Fabian Eller, Jonas Landgraf und Prof. Dr. Walter Zimmermann.

Durch das neu gegründete TAO-Schülerforschungszentrum Oberfranken soll die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Hochschulen in Oberfranken intensiviert und optimiert werden.

Am 21.06.2017 von 9:00 - 16:00 Uhr standen aktuelle Entwicklungen des SFZ, speziell an der Hochschule Coburg sowie der Austausch zwischen den Lehrkräften im Mittelpunkt.

In einem Workshop wurden hilfreiche interaktive und multimediale Internetseiten (Simulationen, Lernvideos, Experimente, Aufgaben mit Musterlösungen, Lernprogramme usw.)  aus den Fachbereichen Biologie, Chemie, Physik und Mathematik für den Unterricht vorgestellt.

Am Nachmittag hatten die Teilnehmer die Gelegenheit, wichtige Institute, Projekte und Forschungsschwerpunkte der Hochschule Coburg im Rahmen von Laborführungen und Vorträgen kennen zu lernen. Jeder Teilnehmer konnte drei Themen auswählen.

Weitere Informationen zu Ablauf und Inhalten der Fortbildung gibt es hier.

Am 31. Juli fand im historischen Rahmen von Schloss Thurnau das jährliche Seminar des TAO-Graduiertenkollegs „Energieautarke Gebäude“ statt. Unter den 22 Teilnehmer der beteiligten Hochschulen Bamberg, Bayreuth, Coburg und Hof wurden die 12 Vorträge und die darin vorgestellten Forschungsansätze der Promovierenden intensiv diskutiert.  Durch diesen Austausch und der interdisziplinären Ausrichtung des Graduiertenkollegs ergaben sich erneut hilfreiche und weiterführende Anregungen. Gemeinsames Ziel der Arbeiten ist eine effiziente und nachhaltige Energieversorgung von Gebäuden und Quartieren, wobei wirtschaftliche Aspekte nicht vernachlässigt werden. Die Vielfalt der Themenstellungen erstreckt sich von chemischen Konversionsprozessen, über elektrische Wandlungs- und Speicherkonzepte bis hin zur Wärme- und Kälteversorgung. Die präsentierten Fortschrittsberichte der Promovierenden zeigen erfreulicherweise, dass bereits zum Ende dieses Jahres mit der offiziellen Einreichung von mehreren Dissertationen gerechnet werden kann. Des Weiteren wächst das TAO-Graduiertenkolleg weiter und darf mit Herrn Käser und Herrn Günther zwei neue Promovenden begrüßen. Beide zeigten im Rahmen des Seminars erste Ergebnisse in den Themenfeldern Energieversorgung von Gebäuden mit hoher Versorgungssicherheit und nachhaltige Wassernutzung in privaten Haushalten. Zu guter Letzt wurde im Rahmen des Seminars die Koordination des TAO-Graduiertenkollegs von Herrn Dr.-Ing. Preißinger an Herrn Dr.-Ing. Heberle übertragen. Herr Preißinger übernimmt ab August die Professur für Energieeffizienz und die Leitung des Forschungszentrum Energie an der FH Vorarlberg in Österreich.  Herrn Preißinger sei an dieser Stelle für seine Mühen und sein Engagement in der Anlaufzeit des TAO-Graduiertenkollegs gedankt. 

Am 20. Juli 2015 lud die TechnologieAllianzOberfranken (TAO) zum Symposium „Mobilität der Zukunft, Mobilität 2030“, um vorzustellen und zu erklären, woran in den vergangenen Jahren gearbeitet wurde. Vorträge und Poster zeigten die Forschung der letzten Jahre an den beteiligten Universitäten und Hochschulen. Zudem stellten drei Doktoranden ihre Dissertationsvorhaben vor, um die kooperativen Promotionen zwischen Universität und Hochschule als Teil der Lehre von TAO zu präsentieren. Darüber hinaus erwartete die Teilnehmer eine Podiumsdiskussion, in welcher erörtert wurde, welchen Beitrag Universitäten und Hochschulen leisten können, um den Herausforderungen der Zukunft zu begegnen.

Am 9. Juli 2015 fand die feierliche Grundsteinlegung für das neue Gebäude der TechnologieAllianzOberfranken (TAO) an der Universität Bayreuth statt. Das Gebäude mit einer Nutzfläche von ca. 5600 m² steht nach Fertigstellung dem „Zentrum für Materialwissenschaften und Werktstofftechnologie“ sowie dem „Zentrum für Energietechnik“ zur gemeinsamen Nutzung zur Verfügung und schafft so die notwendigen Voraussetzungen, um Forschung voranzutreiben und Studierenden die Möglichkeiten zur praktischen Arbeit zu geben.

Eröffnet wurde die Veranstaltung, zu welcher ca. 120 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft geladen waren, von dem Präsidenten der Universität Bayreuth, Prof. Dr. Stefan Leible, dem Bayerischen Staatsminister für Bildung und Kultur, Wissenschaft und Kunst, Dr. Ludwig Spaenle sowie der Oberbürgermeisterin der Stadt Bayreuth, Brigitte Merk-Erbe. Anwesend waren zudem der Regierungspräsident von Oberfranken Wilhelm Wenning und der stellvertretende Vorsitzende des staatlichen Bauamtes Christof Präg.