Coburger Fankurve
Foto: Stefan Wladarsch

Freitag, 29. April 2022

13.00 – 14.30 Uhr Thematische Vertiefungen in Panels

Panel 3: Ist Erfolg machbar? Was Sporttechnologien können

Leitung: Prof. Dr. Chris Zagel, Studiengang Zukunftsdesign, Wissenschafts- und Kulturzentrum, Hochschule Coburg

  • Prof. Dr. Franz Konstantin Fuss, Fakultät für Ingenieurwissenschaften, Universität Bayreuth
    „Development of a Smart Cricket Ball for Advanced Performance Analysis“
     
  • Dimitrij Valiachmetov, Geschäftsführer vebasoft GmbH, Rödental
    „Datenanalyse in der Fußball-Bundesliga“
    Verarbeitung und Analyse von Massendaten (Event- und Positionsdaten) im Profifußball, um unterbewertete Spieler auf dem Markt zu identifizieren und unter dem Marktwert zu verpflichten. Unsere Firma entwickelt eine Software, in der diese Prozesse abgebildet sind.
     
  • Christin Baumgart, M.Sc ./ Johannes Gädigk, M.Eng., Institut für angewandte Biopolymerforschung, Hochschule Hof
    „Biokunststoffe im Sport: Von Bekleidung und Sportmaterial bis zum Kunstrasen“
    Biologisch basierte Kunststoffe sind ein Trend- und Zukunftsthema. Da auch im Sportbereich sowohl Produzenten als auch Konsumenten vermehrt auf Nachhaltigkeit und die Schonung fossiler Ressourcen setzen, können solche Materialien auch dort Einsatz finden. Die Anwendungsmöglichkeiten erstrecken sich von Sportbekleidung über Ausrüstungsgegenstände bis hin zu Kunstrasen. Der Vortrag gibt einen Überblick über aktuelle Trends und Entwicklungen.
     

 

Franz Konstantin Fuss (Bayreuth)
Foto: Frank Wunderatsch
Moderator Chris Zagel (Coburg)
Foto: Frank Wunderatsch
Dimitrij Valiachmetov (Coburg)
Foto: Frank Wunderatsch

Panel 4: Sport-Digital: E-Sport als Chance?

Leitung: Sandra Fröhlich, stellvertretende Vorsitzende, Bayerische Sportjugend

  • Florian Tinter, Geschäftsführer MINKZ Gaming, Hof
    „E-Sport: A must-have!“
    Der E-Sport ist eine der am stärksten wachsenden Branchen weltweit – 2020 hat die Branche weltweit einen Umsatz von mehr als 1 Mrd. US-Dollar generiert.
    Im DACH-Gebiet gibt es mehr Gamer als Autofahrer und mehr als 20 Mio. Menschen in Deutschland haben bereits ein E-Sport-Match gesehen.
    Immer mehr Profisportvereine steigen in den E-Sport ein, zudem investieren auch immer mehr bekannte Persönlichkeiten.
    Ex-Fußballstar David Beckham investierte beispielsweise gut 25 Mio. Pfund in die E-Sport-Organisation GUILD. Warum?
     
  • Prof. Dr. Annette R. Hofmann, Institut für Kunst, Musik und Sport, Pädagogische Hochschule Ludwigsburg
    „E-Sport oder die Entkörperlichung des Sports“
    E-Sport ist ein Massenphänomen mit Millionen von Anhängerinnen und Anhängern über den Globus verteilt. Nicht zuletzt ist dieser durch seinen Namen in die Welt des Sports eingedrungen. Obwohl virtuell durchgeführt, wird suggeriert, dass es sich hierbei um Handlungen handelt, die mit dem analogen Sport vergleichbar sind. In der Politik wie auch im Sport wird sehr kontrovers darüber diskutiert, ob E-Sport als Sport zu bezeichnen ist. In diesem Beitrag wird der E-Sport u.a. unter einer sportpädagogischen und -anthropologischen Perspektive beleuchtet. Dabei steht die Diskussion einer Entkörperlichung des Sports im Mittelpunkt.
     
  • Prof. Dr. Stefan Voll, Leiter Universitätssportzentrum und Transferzentrum für Angewandte Sportwissenschaften, Universität Bamberg
    „Sportler und Technikinnovation – zwischen Allmacht und Ohnmacht“
    Ist alles Machbare auch das Bessere?
    Rückt durch die Technikgläubigkeit und Technikabhängigkeit der Mensch in den Hintergrund?
    Gibt es Synergien und sind diese zukunftstauglich und moralisch vertretbar?
    Freilich ist und bleibt der Sport – vorzugsweise der Leistungssport – von den Attributen „schneller, höher, weiter“ bestimmt. Und die Leistungsgesellschaft stellt hier auch ein beschleunigendes
    Moment dar. Dennoch scheint es angezeigt zu fragen, ob denn der Anteil des Menschen bei der zunehmenden Technikoptimierung zurückgedrängt wird und er vermehrt zum Spielball externer
    Leistungsgrößen wird. Diese partiell auftretende Ohnmacht kollidiert mit der vermeintlichen Allmacht des Technischen und fordert sportphilosophische und ethische Betrachtungen ein.
Florian Tinter (Hof)
Foto: Frank Wunderatsch
Annette R. Hofmann (Ludwigsburg)
Foto: Frank Wunderatsch

14.30 Uhr Kaffeepause


14.45 Uhr Keynote Sport und Nachhaltigkeit

Prof. Dr. Manuel Steinbauer, Institut für Sportwissenschaft, Universität Bayreuth
„Digitalisierung in Sport und Naturschutz: Die Wechselwirkungen zwischen Outdoorsport und ökologischen Systemen“
Der Vortrag will Potenziale und Risiken der Digitalisierung im Outdoor-Sport aufzeigen. Am Beispiel digitaler Outdoor Plattformen werden aktuelle Umbrüche in der Planung und Landschaftsnutzung verschiedener Sportarten aufgezeigt und deren Potenzial für ein nachhaltiges Besuchermanagement diskutiert. Neue Möglichkeiten mittels moderne Messmethodik und KI gestützte Datenverarbeitung zeitliche und räumliche Muster in den Interaktionen zwischen SportlerInnen und ökologischen Systemen zu erheben werden aufgezeigt.

Kommentar: Jürgen Rückert, stellvertretender Vorsitzender Bayerische Sportjugend

Manuel Steinbauer (Bayreuth)
Foto: Frank Wunderatsch

15.45 Uhr Ausblick

Eberhard Fröbel, Leiter Sportamt, Stadt Coburg
Dr. Anja Chales de Beaulieu, Leiterin Geschäftssstelle, TechnologieAllianzOberfranken, Bayreuth
„Sport als Standortfaktor für die Region“

 


16.15 Uhr Ende des Symposiums

 

Referentinnen und Referenten